{"id":152,"date":"2021-06-05T23:56:44","date_gmt":"2021-06-05T21:56:44","guid":{"rendered":"http:\/\/delphin-duisburg.de\/?page_id=152"},"modified":"2021-06-05T23:56:44","modified_gmt":"2021-06-05T21:56:44","slug":"der-bowlingball","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/delphin-duisburg.de\/?page_id=152","title":{"rendered":"Der Bowlingball"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Der Ball<br>&nbsp;<\/h1>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Typen<\/h3>\n\n\n\n<p>&nbsp;<br>Man unterscheidet grunds\u00e4tzlich zwei Arten von Bowlingb\u00e4llen: Strike- und Spareb\u00e4lle (auch Hausb\u00e4lle).<br>&nbsp;<br>Der Umfang der B\u00e4lle betr\u00e4gt nicht mehr als 27 Zoll. Das entspricht einem Durchmesser von 218,3 mm. Das Gewicht eines Bowlingballs liegt zwischen 6 und 16 lbs (selten gibt es \u00bd lbs Schritte) und steht h\u00e4ufig auch auf der Au\u00dfenseite des Balles.<br>&nbsp;<br><strong>Der Strikeball<\/strong><br>&nbsp;<br>Der Strikeball (auch Hakenball, Reaktivball oder Anwurfball genannt) wird zum Anwurf, also zum Wurf auf alle zehn Pins verwendet. Durch seine Laufeigenschaft, den Bogen bzw. Haken, den der Ball schl\u00e4gt, sowie durch die Energie, die der Ball beim Lauf aufbaut, soll mit diesem Ball ein Strike erzielt werden bzw. das Umwerfen der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Anzahl an Pins. Da der Ball einen Bogen macht (bei Rechtsh\u00e4ndern nach links bzw. bei Linksh\u00e4ndern nach rechts), soll hier der ideale Eingang in die Gasse (bei Rechtsh\u00e4ndern zwischen Pin 1 und 3) erzielt werden, wodurch der Pinfall f\u00fcr einen Strike erm\u00f6glicht wird.<br>&nbsp;<br>Der Ball besteht aus drei Komponenten, dem Coverstock (\u00e4u\u00dfere Schale), dem Core (Kern) und einem F\u00fcllmaterial, das den Raum zwischen Kern und Coverstock ausf\u00fcllt und je nach Verdichtung zur Regulierung des Gewichtes dient.<br>&nbsp;<br>Der Coverstock wird heute aus einer gro\u00dfen Vielfalt verschiedener Kunststoffverbindungen hergestellt. Viele Firmen haben eigene, rechtlich gesch\u00fctzte Namen daf\u00fcr. Jede dieser Oberfl\u00e4chen unterscheidet sich in der Zusammensetzung des Kunststoffs und diverser Fremdk\u00f6rper, die darin eingearbeitet sind (so genannte Partikel). Auch werden die Oberfl\u00e4chen je nach Eigenschaften des Balls \u201egesanded\u201c, also angeschliffen, oder \u201epolished\u201c \u2013 poliert. Dies muss in einem \u201eBall-Steckbrief\u201c angef\u00fchrt sein. Anschleifen steht f\u00fcr raue und griffige Oberfl\u00e4chen, bei so genannten \u201e\u00d6l-B\u00e4llen\u201c; diese werden auf frisch- bzw. stark ge\u00f6lten Bahnen eingesetzt. Sie greifen fr\u00fcher auch noch im \u00d6l und k\u00f6nnen daher fr\u00fcher anrollen und somit die \u201eBackend Motion\u201c, den Curve oder Hook, ausf\u00fchren. Polierte B\u00e4lle hingegen sind f\u00fcr trockene oder abgespielte Bahnen. Diese haben eine l\u00e4ngere Gleitphase und k\u00f6nnen dann trotzdem noch genug Energie aufbauen.<br>&nbsp;<br>Der Kern, auch Core genannt, ist der hoch verdichtete Mittelpunkt eines Strikeballes. Die Kerne haben sich im Laufe der Jahre stark weiterentwickelt. Waren es fr\u00fcher birnen- oder flaschenf\u00f6rmige Teile, unterscheidet man heute eine Vielzahl von Variationen. Die Position des Kerns wird durch den so genannten PIN auf dem Ball angezeigt. Der Pin ist ein farbig markierter Punkt von gut einem Zentimeter Durchmesser. Der PIN bezeichnet aber nicht den Schwerpunkt des Balles, sondern dieser wird gesondert vermessen und markiert, meist durch einen kleinen, eingestanzten Punkt. Mit Hilfe des Schwerpunktes und der PIN-Stellung kann man durch eine entsprechende Bohrung des Balles die Laufeigenschaften beeinflussen (siehe Bohrung). Des Weiteren beeinflusst auch die Entfernung des Kerns von der Schale die Laufeigenschaften. Dies nennt man RG (Radius of Gyration). Dieser Wert wird in Zoll ausgedr\u00fcckt, daher unterscheidet man zwischen High RG und Low RG B\u00e4llen. Je kleiner (lower) das RG ist, desto leichter ist der Ball in Rotation zu versetzen.<br>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Bohrung im Zusammenspiel mit dem Kern bekommt der Ball eine gewollte Unwucht, die beim Einschlag in den Pins hilft, mehr Dynamik zu erzeugen. Diese Unwucht wird durch internationale Regeln auf maximal eine Unze mehr Gewicht in Richtung der Finger oder des Daumens (vom Griffzentrum aus) und maximal einer Unze mehr Gewicht auf die linke oder rechte Seite (ebenfalls vom Griffzentrum aus) sowie maximal drei Unzen mehr Gewicht auf der Seite des Griffzentrums (topweight) oder gegen\u00fcber dem Griffzentrum (bottomweight) begrenzt. Um den Ball, wenn sich dieser nach der Bohrung au\u00dferhalb der erlaubten Grenzen befindet, wieder regelkonform zu bekommen, darf ein Gewichtsausgleichsloch in den Ball gebohrt werden.<br>&nbsp;<br>Durch das Zusammenspiel der oben genannten Komponenten werden die Laufeigenschaften des Balles bestimmt. Diese Laufeigenschaften sind z. B. die L\u00e4nge des Balllaufs, die Art des Bogens (Hook) und die Geschwindigkeit (Energie), die der Ball beim \u201ehooken\u201c aufbaut.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<br><strong>Der Spareball<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<br>Der Name \u201eSpareball\u201c hat sich erst nach der Entwicklung anderer Schalenmaterialien (Polyurethane 1982; Reactive Poliurethane 1992) eingeb\u00fcrgert. Der Spareball wiederum macht keinen Bogen, l\u00e4uft also geradeaus. Dieser wird zum Abr\u00e4umen von stehen gebliebenen Pins verwendet.<br>&nbsp;<br>R\u00e4umb\u00e4lle, auch Hausb\u00e4lle oder Spareb\u00e4lle genannt, bestehen meist aus Polyester, welches deutlich weniger Reibung als Polyurethane entwickeln kann. Diese R\u00e4umb\u00e4lle haben in der Regel einen \u201ePancake\u201c-Kern, der ein Differenzial von 0,019 inch aufweist. Durch die Kombination von Schale und Kern erzeugen diese B\u00e4lle ihren geraden Lauf. Dies ist aber nicht zwingend, da bei gewissen Pin-Stellungen auch der Strikeball (mit Bogen) zum Abr\u00e4umen verwendet werden kann.<br>&nbsp;<br>Im Gegensatz zu Strikeb\u00e4llen gibt es Spareb\u00e4lle in vielen bunten Designs. Durch die Polyesterschale sind der Fantasie von Designs und Bildern kaum Grenzen gesetzt. Auch gibt es so genannte \u201eShow-B\u00e4lle\u201c, welche aus einem klaren Kunststoff sind und eine Figur oder Symbol in der Mitte eingegossen haben (z. B. Schlangen, Totenk\u00f6pfe etc.). Ein Spareball wird wie ein Strikeball ebenfalls an die Hand des Spielers angepasst (siehe Bohrung).<br>&nbsp;<br>Die Hausb\u00e4lle sind eher schlicht gehaltene Polyesterb\u00e4lle, die meist farblich nach Gewicht abgestimmt sind (gleiches Gewicht, gleiche Farbe). Sie liegen in den Bowlingcentern meist zwischen 6 und 16 lbs und sind alle konventional vorgebohrt. Der Spieler muss sich durch eine Reihe von B\u00e4llen durchprobieren, um einen Passenden zu finden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Die Bohrung<\/h3>\n\n\n\n<p>&nbsp;<br>Die Fingerl\u00f6cher eines Bowlingballs werden als Bohrung bezeichnet. Hier unterscheidet man in der Regel zwischen der Konventionalbohrung, wie sie bei Hausb\u00e4llen vorgefunden wird, und der Fingertip-Bohrung, die bei Sportbowlern \u00fcblich ist.<br>&nbsp;<br>Bei der Konventionalbohrung werden die L\u00f6cher so angesetzt, dass der Daumen komplett im Loch verschwindet und der Mittel- und Ringfinger bis zum zweiten Fingergelenk in die L\u00f6cher passen. Da hier keine Inserts (Einlagen) in die L\u00f6cher eingearbeitet werden, ist somit ein sicherer Griff m\u00f6glich.<br>&nbsp;<br>Bei der Fingertip-Bohrung sitzt der Daumen ebenfalls vollst\u00e4ndig im Daumenloch, Mittel- und Ringfinger oder Zeige- und Mittelfinger jedoch nur noch bis zum ersten Fingergelenk. Damit vergr\u00f6\u00dfert sich der Span (die Strecke zwischen Daumenloch und Fingerl\u00f6chern), was dazu f\u00fchrt, dass sich die Auflagefl\u00e4che des Balles in der Hand vergr\u00f6\u00dfert, wodurch sich die Ballkontrolle erh\u00f6ht. Um hier einen sicheren Griff zu gew\u00e4hrleisten, werden in die L\u00f6cher meist sogenannte Inserts eingearbeitet. F\u00fcr den Daumen ist das ein Vinyl-Einsatz, der durch seine Gl\u00e4tte und H\u00e4rte ein schnelles und sicheres Herausgleiten des Daumens gew\u00e4hrleistet. Neuerdings sind diese Daumeneins\u00e4tze auch wechselbar, sodass bei Ver\u00e4nderungen w\u00e4hrend eines Turnieres bei einem aufgrund der starken Beanspruchung angeschwollenen Daumen der Daumenlochdurchmesser angepasst werden kann. Die Finger-Inserts sind aus Gummi oder Silikon und daher sehr griffig, somit hat man einen guten Halt und kann dem Ball die notwendige Rotation mitgeben. Dadurch ist es erst m\u00f6glich, dem Bowlingball bei der Abgabe jenen Drall mitzugeben, den er dann im Endbereich der Bahn (Backend) f\u00fcr einen Hook ben\u00f6tigt.<br>&nbsp;<br>Bei der Fingertipbohrung werden drei Kriterien ber\u00fccksichtigt: Die Hand des Bowlers (die Bohrung wird genau vermessen), die Spielweise des Bowlers (vor allem bei der Stellung des Pins und des Schwerpunktes des Balles) und die Eigenschaften des Bowlingballs selbst (Laufeigenschaften, Coverstock, Entfernung des Kerns von der Schale usw.).<br>&nbsp;<br>Es d\u00fcrfen laut internationalen Regeln maximal zw\u00f6lf L\u00f6cher in den Bowlingball gebohrt werden, was in der Praxis jedoch nur selten vorkommt: F\u00fcnf Fingerl\u00f6cher f\u00fcr den Griff, je Fingerloch ein L\u00fcftungsloch (vent-hole \u2013 maximal 1\/4 Zoll Durchmesser), ein Gewichtsausgleichloch (balance hole \u2013 maximal 11\/4 Zoll Durchmesser) und ein Materialausgleichloch (mill hole \u2013 maximal 5\/8 Zoll Durchmesser und maximal 1\/8 Zoll Tiefe).[1]<br>&nbsp;<br>Die Bohrung eines pers\u00f6nlichen Balles (im Gegensatz zu den auf den Bowlinganlagen f\u00fcr jeden benutzbaren \u201eHausb\u00e4llen\u201c) wird im Allgemeinen durch einen speziell ausgebildeten Ballbohrer durchgef\u00fchrt, da au\u00dfer einer perfekten Passform (Durchmesser der L\u00f6cher, Abst\u00e4nde der Finger zum Daumen und Winkel der Finger-\/Daumenl\u00f6cher) bei heutigen Highend-B\u00e4llen durch die Lage der Bohrung zum im Ball befindlichen Kern die Laufeigenschaften des Balles noch einmal (au\u00dfer durch die Oberfl\u00e4che) ver\u00e4ndert werden k\u00f6nnen.<br>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle :&nbsp;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bowling\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wikipedia<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ball&nbsp; Typen &nbsp;Man unterscheidet grunds\u00e4tzlich zwei Arten von Bowlingb\u00e4llen: Strike- und Spareb\u00e4lle (auch Hausb\u00e4lle).&nbsp;Der Umfang der B\u00e4lle betr\u00e4gt nicht mehr als 27 Zoll. 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